Zusatzaufführung
Der erweiterte Kirchenchor Saas singt im Doppelchor:
Die Deutsche Messe von Franz Schubert
Zusatzaufführung am Karsamstag, 7. April 2012
20.15 Uhr Kirche Saas
Kirchenchor Saas
Der Kirchenchor Saas (GR) besteht seit über 40 Jahren und steht unter der Leitung von Rolf Rauber. Der Chor besteht aus etwa 35 - 40 Sängerinnen und Sänger, grösstenteils aus dem mittleren Prättigau.
Chormusik zum Karfreitag
Der erweiterte Kirchenchor Saas singt im Doppelchor:
Die Deutsche Messe von Franz Schubert
Gründonnerstag, 5. April 2012
20.15 Uhr Kirche Jenaz
Karfreitag, 6. April 2012
20.15 Uhr Kirche Saas
unter Mitwirkung der Ortspfarrer (liturgische Gestaltung)
Orgel und Gesamtleitung: Rolf Rauber-Bühler
Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten
Eindrückliche Kirchenmusik mit Doppel-Chor
Seit vielen Jahren führt der Projektchor Mittelprättigau mit seinem Stammchor "Kirchenchor Saas" Konzerte auf. In gewissen Abständen sind dies grössere Werke, dazwischen gelangen kleinere Projekte zur Aufführung.
Dieses Jahr hat der "Kleine Projektchor" mit seinen rund 50 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Rolf Rauber etwas ganz Spezielles einstudiert. Ueber Karfreitag wird der Chor die Deutsche Messe von Franz Schubert zu Gehör bringen. Allerdings nicht in der gängigen Fassung, sondern in einer Aufführung mit Doppelchor. Der Gesamtchor teilt sich dabei in zwei vierstimmige Klangkörper und singt gewissermassen im Echo, teils zeilen- teils strophenweise die bekannten Chorsätze. Diese Interpretation führt zu einem gewaltigen Klangerlebnis. In beiden Aufführungen, am Gründonnerstag in der Kirche Jenaz, am Karfreitag in der Saaser Kirche, werden die Ortspfarrer die eindrückliche Musik mit Zwischentexten umrahmen. Schubert im "Doppel-Chor", das ist schon was ganz Besonderes! Der Projektchor freut sich auf eine grosse Zuhörerschaft! Der Eintritt ist frei, zur Deckung der Unkosten wird eine Kollekte erhoben. In beiden Kirchen beginnt die Aufführung jeweils um 20.15 Uhr.
Zum Werk:
Die "Deusche Messe" (Originaltitel: "Gesänge zur Feier des heiligen Opfers der Messe", D 872) ist ein geistliches Musikwerk des Komponisten Franz Schubert aus dem Jahre 1826. Es umfasst acht Messgesänge und einen Anhang.
Ihren Namen hat die Deutsche Messe daher, dass sie, anders als die meisten geistlichen Werke jener Zeit, in der Landessprache verfasst wurde. Dies, sowie die sehr freie, assoziative und romantisierende Uebertragung des liturgischen Textes führte zur anfänglichen Ablehnung in kirchlichen Kreisen, erlangte aber bald ungeahnte Popularität durch die Verbreitung der deutschen Bet- und Singmessen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Musikalisch ist die Deutsche Messe von schlicht-eingängiger, diatonischer Melodik geprägt. Ihrer Interpretation sind breite Möglichkeiten offen; in der hier gehörten Form werden die einzelnen Gesänge bewusst auf den textlichen Inhalt ausgerichtet und zeigen eine entsprechende Dynamik. Aussergewöhnlich ist die Aufführung im sogenannten "Doppelchor", d.h. in zwei Echo-Chören, die sich zeitweise gegenseitig ablösen und dann wieder zusammenfinden. Ein Wagnis des Dirigenten, das zweifellos tiefgründige Wirkung zeigt. Die Zuhörer dürfen gespannt sein; sie hören die Deutsche Messe in wohl noch nie gehörter gesungener Form und lediglich mit Orgelbegleitung.
Der Text der Deutschen Messe stellt keine Uebersetzung lateinischer Mess-Vorlagen dar, sondern beruht vielmehr auf der Sammlung "Geistliche Lieder für die heilige Messfeier" des Auftraggebers J. P. Neumann. Die Texte rücken vor allem den Menschen mit seinen irdischen Sorgen und Nöten ins Blickfeld und sollen auch als eigentliche Andachtstexte dienen. In der heutigen Aufführung werden die einzelnen Gesänge durch liturgische Texte passend verbunden.
In der Aufführung wird der auch der eher selten gehörte "Anhang" des Komponisten zu hören sein. Dieser Anhang und das "Unser Vater" des Schubert-Zeitgenossen C. H. Rinck verleihen der Karfrfeitags-Musik ihre besondere Note.
Seit Herbst 2009 wurde als Projektchor die "Toggenburger Kirchenmusik" einstudiert. Zur Aufführung kam diese im Frühling 2011.
Weitere Infos unter Projektchor